Stefanie Szillat: Fotografin für Frauen in München für Portrait, Babybauch und Boudoir Fotografie » Fotografie für Frauen in München

Fotografie und Fakten am Freitag – Business 101

Taaadaaaa!
Hey es ist Freitag und jeder der das Glück hat am Wochenende nicht arbeiten zu müssen, findet dies sicher den tollsten Tag in der Woche.
Ich übrigens nicht, ich finde alle Tage der Woche total gleich gut.
Denn ich arbeite 7 Tage die Woche und das auch noch kurz bevor ich einschlafe.

Warum das so ist und was das mit meiner Arbeit als professioneller Fotografin zu tun hat möchte ich euch heute erzählen.

Heute also Folge 1 der Reihe – Fotografie & Fakten am Freitag.
Ihr Gastgeber ist wie immer Stefanie Szillat und ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Wenn Ihr Anregungen habt oder eine Frage, dann ab damit in die Kommentare.
Ich freue mich darauf mit euch zu plaudern.

DIE FRAGE ALLER FRAGEN!

Aufgrund einiger Anfragen die in etwa so lauten:
“Stefanie, ich liebe es zu fotografieren, Fotografie ist meine Leidenschaft und ohne meine Kamera verlasse ich das Haus nicht mehr.
Ich habe jetzt auch schon mal ein Model fotografiert und all meine Freunde sagen, dass ich tolle Bilder mache. Soll ich meinen Job kündigen und Fotograf werden?

Meine Antwort: Wenn du dir darüber im Klaren bist, das Fotografieren nur 10% deines Arbeitsalltages ausmachen wird, und du nicht mehr nur das fotografieren kannst was du gerade möchtest, dann leg los.

Es ist mir wirklich ein Anliegen aufzuklären, dass die Arbeit des professionellen Fotografen nicht darin besteht ein paar Bilder zu knipsen und den Rest der Woche faul auf dem Sofa zu liegen.

Disclaimer:

Ich hoffe mit dieser Artikelserie dem ein oder anderen einen Hinweis geben zu können, ob er/ sie sich mit Fotografie selbstständig machen sollte und wenn ja, meinen kleinen Erfahrungsschatz mit euch allen da draussen zu teilen.
Dies ist ein sehr persönlicher Artikel und sicherlich nicht anwendbar auf alle Arten von Fotografie.
Ich spreche hier von der Fotografie mit direktem Kundenkontakt.
Vorzugsweise mit ganz “normalen” Frauen, sprich keinen Models.
Wenn jemand einen spannenden Artikel, aus einem anderen Bereich der professionellen Fotografie, zu diesem Thema kennt, sollte ihn unbedingt in den Kommentaren verlinken!
Das Thema ist auch nur oberflächlich angeschnitten und soll nur einen kleinen Überblick verschaffen.

FOTOGRAFIE UND FAKTEN AM FREITAG - #1 -

Ich werde heute versuchen zu verdeutlichen, wie sich die Aufgabengebiete eines professionellen Fotografen in Eigenregie (Ein-Frau-Business) gestalten.

Was glaubt ihr wieviel Prozent meiner Arbeit tatsächliches Fotografieren ist?
80%? 90% ?
Falsch!
Es sind sage und schreibe 10% meines gesamten Geschäftsablaufs der mit dem aktiven Fotografieren zu tun hat.

Wer sich jetzt sagt:

“Aber ich bin doch Fotograf aus Leidenschaft und nur 10% sind mir zu wenig.”

Der sollte das bleiben lassen mit dem sich Selbstständig machen.
Es wird nur zur Katastrophe kommen. Ganz bestimmt!

Und woraus besteht der 90% Rest meiner Tätigkeit fragst du dich?
Ich verrate es dir.
Sie bestehen aus:

• Businessmanagement
• Marketing
• Verkauf
• Webdesign
• Administrative Aufgaben (sowohl online als auch offline)
• aktives Netzwerken
• Weiterbildung
• Kundenakquise
• finanzielles Management
• Kundenkommunikation und natürlich
•Blog schreiben.

Zahlen und Fakten

Hier eine kleine Grafik die zeigt, wie sich meine Aufgabengebiete prozentual in etwa verteilen.
Das hier ist meine ganz persönliche Statistik.
Für andere Fotografen kann natürlich auch etwas anderes herauskommen.
Seine persönlichen Workflow und die damit verbundene Zeit ist schon alleine deswegen wichtig, weil du profitabel arbeiten möchtest.
Wenn am Ende nur Arbeit war, aber kein Geld auf dem Konto ist, dann läuft etwas verkehrt.
(Gilt nicht unbedingt für die ersten 1-3 Geschäftsjahre.)

 
Chart build on http://charts.hohli.com
 

BLUT, SCHWEIß UND TRÄNEN

Jep, das hat nicht viel mit Leidenschaft oder gar hippem Lifestyle zu tun, sondern das ist die Quintessenz ein Geschäft zu führen.
Fotos verkaufen sich nicht einfach von alleine und genau so wenig finden dich Kunden einfach so aus dem Nichts heraus.
Deine Steuer und deine Buchhaltung wird sich auch nicht von alleine machen. Deine Daten zu sichern und zu speichern, deinen Kunden den bestmöglichen Service zu bieten und noch viel mehr, das alles ist sehr zeitraubend und mega anstrengend.
Und wenn du vorher nicht weißt worauf du dich da einlässt, dann kann es dir passieren, dass du innerhalb kürzester Zeit das Handtuch schmeißt und keinen Bock mehr auf das alles hast.

ABER: Wenn du organisiert und informiert an deinen neuen Job als professioneller Fotograf herangehst, dir Hilfe suchst und dir vielleicht sogar einen Steuerberater leisten kannst, dann wird das alles gut werden.

Nur von einem verabschiede dich.
Zu sagen: Ich bin Fotograf aus Leidenschaft, ich mache tolle Bilder und das wird schon irgendwie.

Denn das mag bei 1% der super erfolgreichen und tollen Fotografen da draussen geklappt haben.
Aber bei allen anderen steckt harte Arbeit, Disziplin, Schweiß, Blut und ganz viele Tränen dahinter.

Martin Schoeller hat unter anderem mit Annie Leibovitz zusammen gearbeitet und macht wunderbare Portraitaufnahmen.
Schaut euch an was er ab Minute 1:35 zu sagen hat!!!!
 

Wer Fragen hat, darf sie mir gerne in die Kommentare posten oder eine E-Mail schicken.

Und all jenen die dieses Wochenende komplett frei haben, wünsche ich ein erholsames Wochenende.
Denn das, so habe ich erst kürzlich bei “Meine Svenja” gelernt, kann wohl auch nicht jeder so einfach genießen.

Alles Liebe,
eure Stefanie
 

    

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